4. Dezember
(Barbaratag)
zauberhafter, alter Brauch:
Barbarazweige
für ein Blütenweihnachtswunder
Heute möchte ich Euch einen sehr alten Brauch vorstellen, der ein kleines Wunder in Euern Wohnzimmern bewirken wird :)
Holt Euch heute (Barbara)Zweige ins Haus, die um Heiligabend rum blühen!
...Blüten im Winter...
So geht´s:
Besorgt Euch vom Spaziergang Zeige von Obstbäumen.
Hierzu eignen sich Kirschbaum-, Apfelbaum-, Birnbaum-, Pflaumenbaum-,
Flieder-, Birken- oder Lindenzweige.
Die Zweige werden im Haus an einen warmen Platz gestellt und mit ein bisschen Glück blühen sie bis zum Heiligen Abend.
Ganz nebenbei holt ihr euch in dieser winterlichen Jahreszeit, neben Tannengrün, eine wahre Blütenpracht ins Haus. Nach einem alten Brauch muss dies genau heute geschehen, am Gedenktag der heiligen Barbara.
Der Brauch (seit dem 13. Jahrhundert zelebriert) geht auf eine Überlieferung von der Heiligen zurück, nach der sie auf dem Weg ins Gefängnis mit ihrem Gewand an
einem Zweig hängenblieb. Sie nahm den abgebrochenen Zweig mit und stellte ihn in ein
Gefäß mit Wasser, und er blühte.
Das Aufblühen der Barbarazweige soll nach Volksglauben Glück im kommenden Jahr bescheren.
Eine Bauernregel lautet zudem:
„Knospen an St. Barbara, sind zum Christfest Blüten da.“
Tipps für gutes Gelingen:
Stellt die Zweige am Besten erstmal in warmes Wasser um den Frühling zu simulieren.
Das Wasser sollte alle 3-4Tage ausgewechselt werden (nun normal temperiertes Wasser).
Der perfekte Stellplatz ist sehr hell und warm.
Ich wünsch Euch an Weihnachten gaaaanz viele Blüten.
Verschiedene Brauchformen:
In Böhmen war es Brauch, die Barbarazweige mit dem Rücken zu
ihnen und nur mit einem Hemd bekleidet zu schneiden.
Eine
niederösterreichische Tradition ist es, mit Namen beschriftete Zettelchen
an die Kirschzweige zu hängen. Derjenige, dessen Name auf dem Zettelchen
des zuerst blühenden Zweiges steht, wird im kommenden Jahr besonders
viel Glück haben.
Zudem ist überliefert, dass verliebte Mädchen einzelne Zweige mit
Schildchen mit Namen eines Verehrers behängen. Der Zweig, der zuerst
blüht, soll
auf den zukünftigen Bräutigam voraussagen.
Prinzipiell galt: Wenn die Knospen am
Weihnachtsfest aufgegangen waren, sollten Wünsche in Erfüllung gehen.